Was gibt es am Marchfeldkanal zu erleben?

Marchfeldkanal (C) Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal

Wenn Sie auf der Suche nach Erholung im Grünen sind, haben wir einen guten Tipp für Sie!

Der Marchfeldkanal schlängelt sich über eine Strecke von 18 Kilometern durch Niederösterreich und den Norden Wiens. Seit 1992 steht er auch Erholungssuchenden zur Verfügung und bietet viel Raum für Bewegung im Grünen. Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht vermuten würde, der Marchfeldkanal im Norden des Hirschfelds ist relativ jung. Er ist ein künstliches Bauwerk, das vor noch nicht allzu langer Zeit errichtet wurde. 1992 wurde er das erste Mal geflutet und bringt seither Donauwasser in das relativ trockene Marchfeld.

Der Marchfeldkanal (C) Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal

Wie und warum ist der Marchfeldkanal entstanden?

Erste Überlegungen rund um den Marchfeldkanal entstanden bereits um 1850. Ziel war es, das Marchfeld – ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet – ausreichend mit Wasser zu versorgen. Da die Region unter Wassermangel litt, war es notwendig, einen Wasserkanal zu errichten, der die intensive Landwirtschaft ermöglichen und sichern sollte.

Diese Wasserknappheit setzte sich fort, unter anderem aufgrund der Regulierung der Donau. Der Grundwasserspiegel sank stetig. Allein im Jahr 1983 sank er um einen halben Meter. 1984 wurde daher mit der Errichtung des Kanals begonnen, acht Jahre später wurde er eröffnet.

Neben ökologischen Überlegungen flossen auch militärische Gesichtspunkte in die Planung ein. So wurden etwa Maßnahmen zur Abwehr feindlicher Panzer bei der Errichtung des Marchfeldkanals berücksichtigt. In den Brückenfundamenten wurden eiserne Ringe eingelassen, an denen im Ernstfall Ketten mit Panzerigeln befestigt werden können und die beiden Uferböschungen wurden so angelegt, dass feindliche Panzer stecken bleiben sollten.

Und heute?

Der Marchfeldkanal hat sein ökologisches Ziel durchaus erfüllt. Er stellt Wasser für die landwirtschaftliche Bewässerung bereit, wofür zahlreiche Wassergenossenschaften gegründet wurden. Auch die Tier- und Pflanzenwelt profitiert von ihm, durch seine hohe Gewässergüte des Grundwassers und der Oberflächengerinne. Es gibt vielfältig strukturierte Uferlandschaften, die ein wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen sind. Mit etwas Glück lässt sich auch einer der Biber blicken, die kurz nach Inbetriebnahme des Kanals eingewandert sind.

Natürlich ist der Marchfeldkanal auch ein Naherholungsgebiet. Radbegeisterten bietet er mit seinen vielen begleitenden Radwegen ausreichende Freizeitmöglichkeiten. Ein Weg führt bis nach Bratislava, in circa fünf Stunden ist die slowakische Hauptstadt erreicht.

Wer den Marchfeldkanal auf besondere Weise erkunden möchte, dem sei eine Tour auf dem Wasser ans Herz gelegt: Boote ohne Motor dürfen den Kanal befahren! Schwimmer*innen wird die Donau oder der nahegelegene Gerasdorfer Badesee empfohlen – am Marchfeldkanal herrscht nämlich Badeverbot.

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